Rotorua – Kurort in der Bay of Plenty

Einen Tag nach dem aufregenden Tongariro Alpine Crossing setzen wir unsere Rundreise auf der Nordinsel Neuseelands fort. Unser Weg heute führt uns nach Rotorua, einem Kurort in der Region Bay of Plenty.

Schon einige  Minuten vor Ankunft in Rotorua nehmen wir im Auto den extremen Schwefelgeruch wahr, der die ganze Stadt einnimmt. Der Schwefel steigt aus heißen Quellen auf, welche über das ganze Stadtgebiet verteilt sind. Überall sehen wir Dampf aus dem Boden aufsteigen, selbst in Gärten, direkt neben Häusern oder am Straßenrand. Dieses Phänomen ist darin begründet, dass Rotorua in einem der geothermisch aktivsten Gebiete der Erde liegt, warum hier hauptsächlich mit Erdwärme geheizt wird.

Die Erde brodelt

Wie wir bereits im Hidden Valley erfahren haben, sind geothermisch aktive Regionen unberechenbar. Dies ist auch in Rotorua zu beobachten. Heiße Quellen kommen auch dort zum Vorschein, wo man nicht damit rechnet. Bei einer Fahrt durch die Stadt treffen wir immer wieder auf kleine abgesperrte Bereiche oder Pflastersteine unter denen es brodelt, so zum Beispiel vor dem Versammlungshaus der Māori, dem Tamatekapua mara. Dieses Haus im Māori-Dorf Ohinemutu – direkt am Lake Rotorua gelegen – ist komplett aus Holz gebaut und mit traditioneller Schnitzkunst verziert. Zur Aufhellung der aufwändigen Schnitzeren verwendeten die Māori Paua-Muscheln.

Die Māori machten sich die Geothermik der Region zu Nutze und verwendeten die heißen Quellen als Kochstellen. In dem Māori-Dorf Ohinemutu – in welchem übrigens „echte“ Māori ohne touristischen und kommerziellen Hintergrund leben – sehen wir überirdische Steinsärge vor einer Kirche. Nach kurzer Recherche erscheint uns diese Beobachtung logisch: in geothermisch aktiven Regionen ist keine unterirdische Bestattung möglich.

Rotorua Rotorua Rotorua Rotorua Rotorua - Versammlungshaus in Ohinemutu Rotorua - Māori-Dorf Ohinemutu Rotorua - Māori-Dorf Ohinemutu Rotorua - Kirche mit Steinsärgen in OhinemutuRotorua - Māori-Dorf Ohinemutu

 

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